Libyen Aufruf
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Gezwitscher
Mon 03. Oktober |
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Im April und Mai 2011 hat der italienische Journalist und Dokumentarfilmer Fulvio Grimaldi Libyen besucht. Er wollte sich ein Bild von der Situation und der Stimmung der Bevölkerung machen, die unter den tagtäglichen Bombardements der Nato zu leiden hat und mit einem rigorosem Wirtschafts- und Handelembargo ausgehungert werden sollte. Bei dieser Reise ist sein neuer Dokumentarfilm „Maledetta primavera - Die Araber zwischen Revolution, Konterrevolution und Nato-Kriegen“ entstanden. Diesen Film wird Grimaldi jetzt auch in mehreren deutschen Städten zeigen. Sein Ziel: mitzuhelfen, die Lähmung in der Friedensbewegung zu überwinden und eine Solidaritätsbewegung für das libysche Volk aufzubauen. Der Film erinnert eindringlich an die blutige Tradition, in der dieser Nato Krieg steht: 1911, vor genau 100 Jahren, begann mit der Landung italienischer Truppen in Tripolis und Bengasi eine über 30 Jahre dauernde grausame Kolonialherrschaft. In Libyen wurden damals zum ersten Mal in der Geschichte Flugzeuge im Krieg eingesetzt, die Zeltstädte der Beduinen mit Brandbomben und Giftgas bombardiert, sie selbst mit Maschinengewehren niedergemäht, ihre Ernten mit Brandbomben vernichtet, ihre Brunnen vergiftet, weit über 130.000 Menschen in Konzentrationslager deportiert. „Maledetta primavera“ zeigt die zynische Verlogenheit der heutigen westlichen Staatsmänner, die erklären, ihre Bomben und Raketen mit Uranmunition dienten ausschließlich dem Schutz der Zivilbevölkerung. Im Film sind die tagtägliche Terrorisierung der Zivilbevölkerung durch die Bombenangriffe, zerstörte Krankenhäuser, Universitäten, Schulen, die zahlreichen zivilen Opfer, Tote und Schwerverletzte zu sehen. Über 60.000 Menschen hat dieser Nato Krieg bereits das Leben gekostet. Zwei Millionen Menschen aus anderen afrikanischen Ländern haben bis vor kurzem in Libyen gelebt und gearbeitet. Grimaldi lässt sie zu Wort kommen. Bisher hatten sie die selben sozialen Rechte wie die einheimische Bevölkerung. Heute stehen sie vor dem Nichts: in ihre Heimatländer können sie nicht zurück und Nato und EU versperren ihnen den Weg über das Mittelmeer. In Libyen aber werden sie jetzt von Islamisten, die der Nato als Fußtruppen dienen, gejagt und massakriert. „Maledetta primavera“ zeigt das Selbstbewußtsein und die Entschlossenheit der libyschen Bevölkerung, ihre Unabhängigkeit zu verteidigen. Über Monate hinweg haben Zehntausende Libyer bei wichtigen Gebäuden und Einrichtungen kampiert, um als menschliche Schutzschilder deren Bombardierung zu verhindern. Auf Kundgebungen demonstrierten Hunderttausende mit grünen Fahnen gegen die Nato und für ihre Regierung. Dass die libysche Regierung Millionen Waffen an ihr Volk ausgeben konnte, dass sie bis heute trotz über 6 Monate andauernder schwerer Bombardements weite Teile Libyens unverändert kontrolliert, ist ein Beleg, wie stark ihr Rückhalt ist. Dieser Rückhalt ist verständlich, wenn man sich die Ergebnisse der libyschen Wirtschafts- und Sozialpolitik,- höchster Lebensstandard in Afrika, kostenloses Bildungs- und Gesundheitswesen, billige Wohnungen und Grundnahrungsmittel, - und die Erfolge seiner Infrastrukturprogramme wie das Great Man River Projekt vor Augen hält. An der Entschlossenheit der Libyer, ihr Land und ihre Unabhängigkeit zu verteidigen, davon ist Grimaldi überzeugt, wird die Nato schließlich scheitern. siehe auch: Der Trailer zum Film ist hier zu sehen: "Verfluchter Frühling" von Fulvio Grimaldi
Rundreise von Fulvio Grimaldi mit seinem Film „Maledetta primavera“Termine:
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Der italienische Journalist Fulvio Grimaldi kommt erneut nach Deutschland, um in mehreren Städten seinen Dokumentarfilm "Verfluchter Frühling" zu zeigen (Termine siehe weiter unten). Die Filmvorführungen sollen auch zum Anlaß genommen werden, die Solidaritätsbewegung in den einzelnen Orten aufzubauen. In der Pressererklärung der Veranstalter heißt es: